Berlin-Brandenburger Wakeboard & Wakeskate Meisterschaften Cable 2012
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung
Unter diesem Motto trafen sich am 5. Mai eine Vielzahl von hochmotivierten Ridern aus ganz Deutschland, sowie Sportbegeisterte von Nah und Fern, um in Großbeeren die ersten Berlin-Brandenburger Meisterschaften in den Kategorien Wakeboard und Wakeskate am Cable auszutragen und zu begleiten. Wäre es nicht schon Mai gewesen und hätte es vielleicht noch geschneit, wäre bei dem hohen Konsum von Glühwein, Tee und heißer Schokolade eine fast vorweihnachtliche Atmosphäre zu verspüren gewesen.
Das Feld der Rider, das zum einen die Landesmeister in den diversen Alterskategorien küren sollte und zum anderen als klassischer 200 Punkte Wettkampf in das nationale Ranking einging, war extrem breit aufgestellt. Das Leistungsspektrum reichte vom lokalen Rookie bis zum Rider mit internationalen Wettkampferfahrungen; der Charakter des Wettkampfes als Berlin-Brandenburger Meisterschaft war klar zu erkennen.
Trotz der widrigen Wetterbedingungen, die sowohl für Sportler als auch Zuschauer eine Herausforderung darstellten, gelang es dem 1. Deutschen Wakeboardverein Berlin in Kooperation mit Team Wakeberlin einen Contest auszurichten, der einen hohen Unterhaltungswert für die Sportler als auch die Besucher hatte. Zu den Klängen von coolen DJs gab es ordentlich was zu sehen und der Rahmen für ein entspanntes Networking und den Erfahrungsaustausch war ebenso gegeben.
Ab 10:00 Uhr waren die Rider am Samstag auf dem Wasser, um sich im freien Training mit dem Cable in Großbeeren vertraut zu machen. Es ist für seinen gleichmäßigen Zug bekannt und ermöglichte den Fahrern so Einiges im Bereich der Invert-Tricks.
Der eigentliche Contest startete um 12:00 Uhr mit der Altersklasse Boys, die auf Grund der hohen Anzahl an Ridern in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Liam Rundholz setzte sich mit seinen hohen Role- und Raley-Tricks in dieser Altersklasse durch, die voller Motivation und Elan brillierte.
Anschließend kamen die Rider der Klasse Junior Men zum Zuge und es wurde auf hohen Niveau (Switch Toe-Backside 7 über den Kicker, Monster Frontmobes oder Switch Mobe 5) gegeneinander um den Klassensieg gestritten. Hierbei setzte sich Hendrik Roeper vor André Botta und dem späteren Berlin-Brandenburger Meister Jannick Otto durch.
Ein hohes Spannungspotenzial besaßen die Klassen Masters und Veterans, in denen sportlich, jedoch mit „harten Bandagen“ gekämpft wurde. Und es gab auch eine Überraschung: Der heimliche Favorit -der amtierende Weltmeister Wolfram Wagner- musste sich dem starken Lauf von Michael Schuster geschlagen geben. Lokalmatador Jochen Thiele unterlag im Ranking Stephan Flamm, sorgte aber dafür, daß die Thiele- Dynastie ihren dritten Berlin-Brandenburger Meistertitel mit auf die heimische Couch nehmen konnte.
Bei den Open Ladies wurde relativ schnell klar, wer die Akzente in diesem Contest setzen würde. Durch souveräne Leistungen holte sich Kathrin Ögretici vor Mari Sander und Melanie Schönwetter die Krone bei den Damen.
Besonders hart wurde bei den Open Men um den Titel gestritten. Es kristallisierte sich kein wirklicher Favorit in der „Zweilager-Konfrontation“ der Hamburger Jungs gegen die Berliner Spitzbuben heraus. Als König trat nach starken Läufen und widrigsten Wetterbedingungen Tom Richter mit Tricks wie einem monsterhohen Front Flip Blind, 90210 und Tootsie Role hervor.
Die letzten Worte zum Wettkampfgeschehen seien den Wakeskatern gewidmet.
Hier setzten unsere Berliner Helden Moritz Thiele und Marcel Tilwitz die Akzente. Marcel Tilwitz glänzte durch einen riesigen Toeside Olli On auf den Table der Funbox und Moritz Thiele mit einem sauberen Kickflip und Backside Bigger Spin auf die Pussy-Box. Letztendlich setzte sich Moritz Thiele durch und konnte sowohl den Klassensieg als auch den Meistertitel an sich reißen.
Unsere besonderer Dank gilt den Sponsoren Soöruz, Monster Energy, Funsport.de, Liquid Force und Skullcandy sowie den vielen Helfern, ohne deren Unterstützung der Contest so hätte niemals ausgerichtet werden können. Unser Dank gilt auch ausdrücklich allen Zuschauern für ihren Support und dem Betreiber der Wasserski-Seilbahnanlage in Großbeeren Karl-Heinz Kabisch und seinem Team für die Bereitstellung von kostengünstigen Heißgetränken.
So hoffen wir uns nächstes Jahr ohne Heizpilze und Glühwein wiederzusehen und bis dahin wünschen wir allen Sportlern, Freunden und Sportinteressierten eine großartige Saison 2012. Rock´n Roll.
